Ratgeber Kehlkopfkrebs
Informationen für Betroffene und Angehörige
Rehabilitation nach Laryngektomie
Die Entfernung des Tumors durch eine Operation bedeutet oft eine totale Laryngektomie (larynx = Kehlkopf, ektomie = das Herausschneiden). Daraus ergeben sich erhebliche Konsequenzen.
Stimmverlust
Durch eine Laryngektomie geht Ihre Stimme verloren – Trotzdem können Sie noch sprechen. Sie können weiterhin Konsonanten und Vokale formulieren, und der Zuhörer kann einen Teil von Ihren Lippen ablesen. Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Möglichkeiten, eine neue Stimme zu erlangen:
1. Sprechen mit einer Stimmprothese
Weltweit die häufigste Methode, nach einer totalen Laryngektomie wieder eine Stimme zu erlangen. Es wird eine Öffnung zwischen Luft- und Speiseröhre geschnitten, und eine Stimmprothese eingesetzt, ein Ein-Weg-Ventil, das ausgeatmete Luft hindurch lässt, aber die Luftröhre beim Schlucken schließt. Um zu sprechen, müssen Sie nur beim Ausatmen Ihr Stoma zuhalten, damit die Luft aus der Lunge durch die Stimmprothese geleitet und so in der Speiseröhre eine künstliche Stimme erzeugt wird. Die zwei größten Vorteile dieser Methode sind, dass Sie schon bald nach der Operation eine neue Stimme erhalten und dass die neue Stimme Ihrer natürlichen Stimme qualitativ sehr nahe kommen wird.
2. Ösophagusstimme (Speiseröhrenstimme)
Bei dieser Methode wird die Stimme durch das Schlucken und anschließende Herauspressen von Luft produziert. Dabei entsteht ein Ton, der sich wie ein Rülpsen anhört, aber zu einem erkennbaren Sprechen artikuliert werden kann. Nicht alle Laryngektomierten können diese schwierige Technik erlernen.
3. Elektronische Sprechhilfe
Als weitere Alternative können Sie einen vibrierenden elektronischen Tongenerator verwenden. Dieser wird normalerweise an Hals oder Wange angelegt und leitet hörbare Vibrationen in die Mundhöhle weiter, wo sie in eine verständliche Stimme umgeformt werden können.
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